Thomas Garding und Benjamin Gerth bilden seit 2013 das Trommlerduo redATTACK . Wie es dazu kam und welches das zweite musikalische Standbein ist. (Drumshow redATTACK Interview)
VON MARTIN WALTER ZEITZ/WEISSENFELS/https://www.mz.de/lokal/weissenfels
Wer Veranstaltungen im Burgenlandkreis besucht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal die Drumshow redATTACK gesehen und gehört. Gibt es doch kaum ein hiesiges Volksfest, auf dem sie noch
nicht aufgetreten sind. Seit 2013 bilden Thomas Garding, der ursprünglich aus Zeitz kommt und seit einigen Jahren in Weißenfels wohnt, und Benjamin Gerth aus Hohenkirchen im Schnaudertal die Musikformation.
Kennengelernt haben sie sich bereits rund fünf Jahre zuvor.
„Bennis Mutter kam zu mir und sagte: Mein Junge spielt nur Schlagzeug und macht nichts anderes. Den musst du aufnehmen“, erinnert sich Thomas Garding lachend, wie Benjamin Gerth Schüler der Musikschule wurde, die er leitet.
„Ich habe als Kind schon bei meinem Opa in der Garage auf Farbtöpfen herumgetrommelt“ bestätigt Benjamin Gerth. Die beiden hätten auf Anhieb gut harmoniert und so wurde im Laufe der Zeit aus dem Lehrer und dem Schüler ein Musiker-Duo, das seinen ersten öffentlichen Auftritt bei dem merseburger-zauberfest hatte.
Doch sie standen laut Thomas Garding vor einer Frage: „Wie bringe ich einen alten Mann mit einem Jungspund zusammen?“ Könnte der 63-jährige Thomas Garding doch der Vater des 33-jährigen Benjamin Gerth sein.
Also haben sie sich entschieden, die Kunstfiguren „Reddy“ und „Drumble“ zu entwickeln und Masken zu tragen, wie esauch manch andere Musiker tun. „Thomas hatte mir einfach eine rote Strumpfhose über den Kopf gezogen“ sagt Benjamin Gerth lachend.
Kurze Zeit später wurden daraus rote Ganzkörperanzüge als Alleinstellungsmerkmal und lieferten den ersten Teil des Bandnamens. Das „Attack“ basiere „auf unserem offensiven Verhalten bei Auftritten, im positiven Sinne“, erklärt Benjamin Gerth. Im Laufe der Jahre entwickelten die beiden immer neue Programme und teils auch eigene Instrumente wie den „Globe“, der ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sei. Dabei handelt es sich um ein großes, globusförmiges Metallkonstrukt, an dem Trommeln, Becken und weitere Bestandteile von Schlagzeugenangebracht sind, und in dem die beiden spielen.
„Dann kam die Pandemie und es mussten Auftritte abgesagt werden. Während Corona hat uns die Trommelschule den Arsch gerettet, auch wenn digitaler Unterricht nicht das Gleiche ist“,sagt Thomas Garding. Denn die beiden betreiben die https://trommelwerkstadt.de/ als zweites musikalisches Standbein und geben 50 bis 60 Trommel-Workshops pro Jahr, unter anderem an Schulen und Kitas in ganz Mitteldeutschland.
Auch in diesem Jahr seien zahlreiche Auftritte im Burgenlandkreis wie beim Tag der offenen Tür der Entsorgungsgesellschaft Sachsen-Anhalt Süd in Görschen und darüber hinaus geplant, so
beispielsweise auf der https://www.hansesail.com/ in Rostock. Mit Mitarbeitern der https://www.caritas-wfbm.de/
entwickeln die beiden derzeit zudem ein Musiktheaterstück mit Menschen mit und ohne Behinderungen, welches am 12. September im Zeitzer Schlosspark seine Premiere feiern soll.
Weitere Infos und Kontakt unter: Drumshow https://red-attack.com/ und Trommelworkshop https://trommelwerkstadt.de/